GLAS 04 Treffen 2020

05.10.2020

Herbstliches "Pfingsttreffen" in Bad Kötzting vom 25. zum 27. September 2020

Es wurde das alternative 47. Jahrestreffen.

Geplant: Dieses Herbsttreffen 2020 sollte – so haben wir bereits im Sommer 2019 geplant – ein reines Typentreffen der 04-Familie werden. Wir wollten einmal wissen, wie viele Fahrzeugbesitzer sich auf den Weg in den bayerischen Wald machen. Vielleicht etwas mehr als in den Jahren 2008 und 2018, wo es speziell um die 1700er Limousine ging?

Also wurde fixiert: ca. 25 Autos und ca. 50 Personen, alles durchgetaktet und reserviert, das Treffen war sozusagen „in trockenen Tüchern“.

Umgeplant
Corona (ich kann dieses Wort schon nicht mehr hören): Auf einen Schlag ist alles anders. Die Hiobsbotschaft ereilt uns im April, das GLAS Pfingsttreffen in Potsdam – wir hatten uns alle schon riesig darauf gefreut – wird nicht stattfinden!
Video-Konferenz, Beratung im Club-Vorstand: wie kriegen wir eine Jahreshauptversammlung in 2020 hin? Die Idee, diese noch in Bad Kötzting „unterzubringen“, versetzte mich zwar nicht in helle Begeisterung, hilft aber nix, denn es ist die einzig denkbare Lösung.

Zweite Welle
Der Veranstaltungstermin rückt immer näher und wir haben in Bayern immer noch die Auflagen: max. 100 Personen im Saal, Maskenpflicht, Abstandsregelung. Positiv ist ja schon mal, dass wir uns überhaupt treffen dürfen.
Wir sind guter Dinge und freuen uns auf ein schönes Wochenende. Letzte Anmeldungen trudeln ein, und wir „kratzen“ sogar die 100 Personen-Marke. Meine Sorge ist nun, wie sag ich´s den Spontan-Teilnehmern, wenn sie hier unangemeldet aufkreuzen und wieder nach Hause fahren dürfen/müssen?

Wetterprognose: Dauerregen
Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Nach einem wunderschönen Spätsommer, meldet der Wetterdienst ganz pünktlich zum GLAS-Wochenende einen Wetterumschwung, Temperatursturz und langanhaltenden Regen. Na prima!
Zuerst hatten wir kein Glück und dann kam noch das Pech dazu. In der Woche vor dem Treffen hagelt es nur noch Absagen. Wenigstens brauche ich niemand, der ohne Anmeldung kommt, wegzuschicken.

Donnerstag 24. Sept.: 18:00 Uhr: Erste Gäste sind da, wir sitzen draußen (!) im Biergarten der Post gemütlich beieinander und genießen (letztmalig!) die milden Temperaturen.

Freitag 25. Sept.:         14.00 Uhr: Vorstandssitzung. Wir haben uns lange nicht mehr persönlich gesehen und es gibt viel zu diskutieren.
Gegen 18 Uhr füllen sich die beiden Gasträume, es wird gegessen, getrunken und viel gelacht und … – es fängt an zu regnen!

Samstag 26.Sept.:       8 Uhr: Nun wird´s stressig. Anmeldung besetzen, Neuankömmlinge begrüßen und gleich beginnt die JHV.

9:30 Uhr: Pünktlich starten wir mit 46 GLAS Clubmitgliedern unsere Versammlung, zeitgleich findet im Innenhof eine 04-Ausstellung statt. Es sind auch alle (!) Varianten dabei. – Allerdings: DAUERREGEN!

12 Uhr: Wie kann man mit Mund-/Nasenschutz seine Gulaschsuppe essen? Das wird für manchen zur echten Herausforderung. Wenn man sitzt, darf die Maske ja abgenommen werden. Wie ist das aber an einem Stehtisch???

13 Uhr: Kurze Fahrerbesprechung im Foyer. Gestartet wird am Großparkplatz, Rosenheimer Abbiegesystem. Zwei Routen: die kürzere führt über „das Eck“, die längere über den „großen Arber“.

 

14 Uhr: Auf der Arberrundfahrt haben wir dann auf 1.120 m über N.N. tatsächlich den ersten Schneekontakt. Die Wassertropfen auf der Windschutzscheibe kriegen plötzlich eine andere Konsistenz. Und wer genau hinschaut, kann an den Liftanlagen weiß überzuckerte Pisten sehen.

14:30 Uhr: Gott sei Dank hatten wir ins Roadbook geschrieben: „Parkplatz Hindenburgkanzel: Anhalten und Aussicht genießen.“ An diesem Tag kann nämlich keiner vermuten, dass es hier normalerweise eine wunderbare Aussicht gibt, denn man sieht die Hand vor Augen kaum.

15 Uhr: Wir erreichen die Schnapsbrennerei Drexler in Arrach und wärmen uns bei Kuchen und Kaffee (manch einer braucht vielleicht auch ein Schnapserl ?) wieder auf. Hier kann jetzt jeder nach Lust und Laune verbleiben, gibt es doch jede Menge zu sehen. Rückfahrt in die Hotels nach eigenem Gusto.

19 Uhr: Sektempfang, Abendessen, Preisverleihung, Feiern im Postsaal. Die Stimmung ist wirklich ganz großartig. Die “Geehrten“ freuen sich über ihre Pokale und wir haben auch ein neues Clubmitglied unter uns. Erich Frehler aus Pilsting wird mit seiner Partnerin herzlich im GLAS Club begrüßt.

 

 

 

 

 

 

Matthias Stangl gibt dann einen kurzen Einblick, was uns beim Pfingsttreffen 2021 in Würzburg alles erwartet. Dieser Abend wurde (zumindest für einige) sehr lang, denn das Licht im Saal erlöscht erst um 2 Uhr.

Wetterprognose: Kein Regen
Sonntag 27.Sept.
:        8 Uhr Frühstück, danach verabschieden sich schon einige Teilnehmer und machen sich auf ihre zum Teil doch sehr langen Heimwege.

10 Uhr: Für die verbliebenen Teams beginnt nun die Panoramaausfahrt in den vorderen bayerischen Wald.
Welch ein Wunder – es regnet  n i c h t  mehr!

Über kleine und kleinste Straßen führt uns unser Weg zu einem Aussichtspunkt. Als unsere Karawane dort ankommt, hat Petrus ein Einsehen und belohnt uns mit einer phantastischen Sicht unter dem Nebel hindurch bis zur oberbayerischen Alpenkette. Das ist für alle die Belohnung für das zähe Durchhalten auf dieser Veranstaltung.

12 Uhr: Mittagessen am Schiederhof – von dort sind es nur noch wenige Kilometer zur Autobahn A3 Regensburg/Passau. Die allermeisten Teilnehmer verabschieden sich hier und fahren nach Hause.

19 Uhr: In kleiner Runde sitzen wir nochmals in der Post zusammen und lassen das Treffen Revue passieren. Unter den „miesen Bedingungen“ (Corona - Wetterlage) war es bestimmt ein ganz hervorragend geglücktes Treffen, an das man sich gerne zurück erinnern wird.

Statistik:
83 Personen und 32 GLAS Fahrzeuge
(
1 Roller, 5 Goggo, 1 Isar, 11 GLAS 04, 6 GT, 6 1700er, 2 V8, 1 BMW 2000, 1 VW 1302 - und 13 "Alltags-Fahrzeuge")

weiteste Anreise:          Nils Jorgen Top aus Tommerup, Dänemark
ältestes Fahrzeug:         Ose Schober, Goggomobil T 250 Baujahr 1959
jüngster Teilnehmer:      Leopold Füchsl, geb. am 13. August 2020

Thomas Schneider

Weitere Bilder gibt es  >hier.

Fotos: Uwe Gusen, Thomas Schneider