Der "Westentaschen-Ferrari"Der S 35 hatte eine Kunststoffschnauze

war einer der Spitznamen der kleinen originellen Bombe aus Dingolfing, die 1959 auf der IAA vorgestellt wurde.


Auf die ISAR-Bodengruppe wurde eine modifizierte Goggo Coupé Karosserie geschraubt. Vorn saß der Motor des ISAR T 700, der mit einer höheren Verdichtung (9,2 statt 7,2), zwei Vergasern, modifizierter Nockenwelle und größeren Ventilen auf 34 PS bei 5.700 U/min. gebracht wurde. Aufgrund des niedrigen Lerrgewichtes von 610 kg hatte man damit ein Sportcoupé geschaffen, das eine enorme Beschleunigung und auch eine hohe Endgeschwindigkeit von ca. 135 km/h hatte. Sogar einen Motor mit 70 PS als Rennversion hatte es im Versuch gegeben. Damit wurde der Wagen zu einer "fliegenden Rakete".
Der S 35 sollte sich als echter Zweisitzer an den Kreis sportlicher Fahrer wenden, die möglichst viel Motor und wenig Drumherum haben wollten. Mit diesem Wagen wurden auch Erfahrungen in der Verwendung von Kunststoff gesammelt. Eine voreilige Anzeige
Dieser S 35 ist ein NachbauProspekte waren gedruckt, Anzeigen geschaltet, doch das Auto, für das ein Preis von 4.750 DM angegeben wurde, kam nie auf den Markt. Der Motor war sehr laut, noch zu anfällig und in der Herstellung zu teuer.

Außerdem wäre wohl der Käuferkreis für diesen Flitzer zu klein gewesen. Zugunsten eines sich im Versuch befindlichen 1000er Vierzylinder-Motors für die geplante 04-Serie wurde der freche Zwerg nicht gebaut.
Ein Exemplar befindet sich heute im Besitz eines GLAS Clubmitgliedes.